WdG - Welt der Götter Fantasy-Simulationsspiel per Brief

WdG - Welt der Götter

Mundus Deum


Die WdG-Spielregel von 2021 / vorläufige Endfassung, Stand: 2021-09-10


Die Heere

Jedes Königreich besitzt eine bestimmte Anzahl von Heeren, auch wenn nicht alle von ihnen aktiv Aktionen durchführen müssen oder können.

Jedes Heer ist daher entweder ...

... aktiv und hält sich in einer genau bezeichneten Gemark auf. Einem aktiven Heer können alle Heeresbefehle erteilt werden.

... oder passiv und hält sich auf Abruf in der Sondergemark 000.00 auf. Ein passives Heer kann nur bestimmte Heeresbefehle erhalten.

Jedes Heer (aktiv oder passiv) wird durch seine Heeresnummer eindeutig bezeichnet. Diese Heeresnummer wird bei Spielbeginn vom Segmentleiter vergeben und bleibt für die Dauer des gesamten Spieles gleich.

Jedes aktive Heer besteht immer und automatisch aus einem Feldherren und dem zu einem Heer zugehörigen Troß und ist immer einer bestimmten Truppengattung zugeteilt (also zur Aufnahme bestimmter Arten von Rüstgütern vorbereitet). Ein Heer ist in dieser Zusammensetzung jedoch zu keinen besonderen Aktionen fähig, und so können einem Heer im Bedarfsfall noch weitere Bestandteile, die als "Rüstgüter" bezeichnet werden, hinzugefügt werden.

Wird ein aktives Heer nicht mehr benötigt, so kann es mit dem Befehl "Heer entlassen" in der Phase A der Heeresbefehle an ein anderes Heer übergeben oder entlassen werden. Hiermit werden sämtliche Rüstgüter, die sich eventuell noch bei dem Heer befinden, an das Zielheer übergeben oder entlassen. Anschließend sucht das Heer die Sondergemark 000.00 auf, wo es sich für eine erneute Aktivierung bereithält.
  • Bei jeder Entlassung eines Heeres besteht die Gefahr, daß der Feldherr, der dieses Heer anführt, sein Amt aufgibt.

  • Für jedes aktive Heer müssen in jedem Mond Unterhaltskosten gezahlt werden, die zusätzlich zur Besoldung der Rüstgüter fällig werden.

  • Ein passives Heer, hält sich in der Sondergemark 000.00 auf. Soll ein passives Heer aktiviert werden, so geschieht dies mit dem Befehl "Heer neu aktivieren" in der Phase A der Heeresbefehle. Dem Heer wird mit diesem Befehl die Position einer Kaserne / eines Seehafens innerhalb des eigenen Königreiches zugewiesen.

  • Ein passives Heer kann nur einen der folgenden Befehle in der Phase A der Heeresbefehle erhalten:
    a) Neuen Feldherren anwerben
    b) Heer neu aktivieren
    c) Spezielle Befehle für den Feldherren, die dem Mitspieler vom Segmentleiter genannt wurden
  • Landheere können nur in Siedlungen aktiviert werden, in denen es Kasernen gibt. Bei der Aktivierung eines Landheeres muß die Truppengattung (Reiterheer oder Kriegerheer) festgelegt werden. Die Truppengattung kann, solange das Heer aktiv ist, dann nicht mehr geändert werden.

  • Flotten (Seeheere) können nur in Siedlungen aktiviert werden, in denen es Seehäfen gibt.
  • Ab dem Beginn des folgenden Mondes ist ein neu aktiviertes Heer vollständig aktiv und kann Heeresbefehle erhalten (also z.B. Rüstgüter anwerben, sich bewegen, usw.).

  • Befindet sich im Reichsschatz des Herrschers nicht die für die Aktivierung eines Heeres benötigte Summe, so findet die Aktivierung nicht statt.

  • Passive Heere können keine Befehle für die Phasen B oder E der Heeresbefehle erhalten!


Besoldung und Unterhalt

Für jedes aktive Heer des Königreiches sind zu Beginn eines Mondes, vor allen Befehlen und Aktionen, Unterhaltskosten zu entrichten. Diese Unterhaltskosten repräsentieren die Ausgaben für Instandhaltung, Nahrungsversorgung, Nachrichtenübermittlung und Ausgaben für den Troß, so daß jedes Heer stets optimal versorgt ist.

Die monatlichen Unterhaltskosten für ein Landheer betragen 1.000 GS pro Mond und für ein Schiffsheer 10.000 Goldsterne pro Mond.
Alle Rüstgüter eines Königreiches erhalten anschließend zu Beginn eines Mondes ihre Besoldung.

Befinden sich im Reichsschatz nicht mehr genug Goldsterne, um sämtlichen Rüstgüter des Heeres zu besolden und die Heere zu unterhalten, so kann es dazu kommen, daß Rüstgüter desertieren, also das Heer unerlaubt verlassen. Zugleich sinken die Moral des Heeres und die Erfahrung des Feldherren.

Besteht ein Heer aus verschiedenen Rüstgütern, so desertieren die geringer besoldeten Rüstgüter zuerst (z.B. ein Krieger vor einem Kriegerveteranen) bzw. mit einer größeren Wahrscheinlichkeit.


Die Heeresmoral

Die Moral eines Heeres repräsentiert die Begeisterung, mit der die Soldaten ihren Dienst versehen und sich als Mitglieder in die Heeresgemeinschaft einfügen.

Erfolge des Heeres heben die Moral, während Mißerfolge sie sinken lassen. Eine niedrige Moral kann Streitigkeiten und Desertionen zur Folge haben.

Die Moral hat Auswirkungen auf die Erfolgswahrscheinlichkeit bei der Ausführung der Heeresbefehle und die Disziplin im Heer. So wird sich womöglich bei einem Kampfbeginn der demoralisierte Teil eines Heeres davonmachen und nur dann zurückkehren, wenn der Rest des Heeres den Kampf gewinnen konnte.

Eine gesunkene Moral kann in der Phase B der Heeresbefehle mit dem Heeresbefehl "Training" gesteigert werden.
Wird ein Heer in ein anderes (Zielheer) entlassen, oder werden neue Rüstgüter aufgenommen, so kann sich die Moral verbessern oder verschlechtern.


Die Bewegung eines Heeres

Soll ein Heer seine geographische Position wechseln, so kann der Befehl hierzu in der Phase B der Heeresbefehle erteilt werden (Heeresbefehl: Bewegung).

Jedes Heer besitzt eine bestimmte Bewegungskapazität, mit der es sich fortbewegen kann. Diese Bewegungskapazität wird als Prozentwert ausgedrückt und ist abhängig von drei Faktoren:

1) den Bestandteilen des Heeres (bestimmte Rüstgüter haben eine höhere oder niedrigere Bewegungskapazität als andere)
2) der Geländeart, in die sich das Heer hineinbewegt
3) der Gesundheit des Heeres (ein erschöpftes Heer hat eine geringere Bewegungskapazität als ein ausgeruhtes)

Die Bewegungskapazität ist die maximale Kapazität, mit der sich ein Heer mit seinen sämtlichen Rüstgütern innerhalb eines Mondes bewegen kann.

Bewegt sich ein Heer in verschiedenen Geländearten, so ist für die Frage, ob die nächste Gemark noch betreten bzw. befahren werden kann, stets die Geländeart der Gemark, die betreten bzw. befahren werden soll, maßgeblich (und nicht die der Gemark, in der sich das Heer bereits aufhält).
Dies kann dadurch anschaulich gemacht werden, daß man zunächst feststellt, welche Bewegungskapazität ein Heer vor dem Beginn der Bewegung besitzt. Danach wird für das Betreten jeder Gemark von der Bewegungskapazität der Bewegungskosten-Prozentsatz für dieses Gelände abgezogen. Die Bewegung ist nur so lange möglich, bis die Bewegungskapazität des Heeres beim Betreten der nächsten Gemark unter 0 fallen würde - das Heer kann diese Gemark dann nicht mehr erreichen.

  • Bei zusammengesetzten Geländearten sind immer die jeweils höheren Bewegungskosten der Einzelgeländeart maßgeblich! Beispiel: Im Berglandwald kann sich ein Heer nur 1 Gemark weit fortbewegen, da es zwar im Wald nur 40% der Bewegungskosten benötigen würde, doch im Bergland benötigt es 85%.

  • Befinden sich in einem Heer verschiedene Rüstgüter, so ist für das gesamte Heer die Bewegungskapazität des Rüstgutes mit der geringsten Kapazität maßgeblich!
  • Kann eine Gemark in bestimmten Monaten nicht betreten werden, so ist ein Aufenthalt dort (wenn die Gemark z.B. in vorherigen Monaten betreten wurde) aber dennoch möglich.
  • Ein Landheer kann, wenn es die Höhenstufe wechselt, immer nur Gemarken der direkt darüber- oder darunterliegende Höhenstufe betreten (wenn kein Fluß dazwischenliegt!). Ein direkter Wechsel von Tiefland zu Bergland ist also zum Beispiel nicht möglich.

  • Werden Landheere transportiert, so ist stets die Bewegungskapazität des jeweiligen Transportmittels und nicht die des Landheeres (das sich ja währenddessen nicht selbst bewegen kann) maßgeblich.
  • Schiffsheere können sich nur in Wassergemarken oder einem Hafen aufhalten.

Die Bewegung eines Landheeres erfordert für das Betreten einer Gemark die folgenden Prozente seiner Bewegungskapazität:

Geländeart außerhalb des
eigenen Reichsgebietes
innerhalb des
eigenen Reichsgebietes
in fremdem Reichsgebiet
(nicht verbündet *)
Tiefland 40% 25% 100%
Hochland 40% 25% 100%
Wald 50% 33% 100%
Sandwüste 50% 33% 100%
Eiswüste, Packeis
50%
33%
100%
Sumpf 100% 50% 100%
Vulkan 100% 100% 100%
Bergland 100% 50%
100%
Gebirge Krieger: 100%
Reiter: nicht möglich
Krieger: 100%
Reiter: nicht möglich
Krieger: 100%
Reiter: nicht möglich
Hochgebirge Krieger: 100%
Reiter: nicht möglich
Krieger: 100%
Reiter: nicht möglich
Krieger: 100%
Reiter: nicht möglich
auf einem Floß 33% = 3 Gemarken --- ---
auf einem Schiff siehe Schiff --- ---
* nicht verbündet = der Diplomatiestatus vom fremden Königreich zum eigenen Königreich beträgt 1-7.

Heere mit Belagerungsgeräten oder Wurfmaschinen können sich pro Mond nur 1 Gemark weit fortbewegen (Bewegungskosten: 100%), in Geländen der Höhenstufe 4 und höher überhaupt nicht.
 


Die Bewegung eines Schiffsheeres erfordert für das Befahren einer Gemark die folgenden Prozente seiner Bewegungskapazität:

Geländeart
Bewegung pro Gemark
mögliche Verluste durch
Meer
20% * ---
Hafen wie Mer ---
Packeis 100% Gefahr des Einfrierens
* Spezielle Schiffe können im Meer bis zu 10 Gemarken pro Mond zurücklegen.


Der Kontrollbereich eines Königreiches

Der Kontrollbereich eines Königreiches umfaßt alle Landgemarken, die zum Königreich zugehören.

Aus seinem Kontrollbereich erhält der Herrscher am Ende des Mondes automatisch Informationen über die Identität und und die Stärke fremder Heere bzw. Fabelwesen.


Die Erkundung der Heere

Der Herrscher erhält für jedes seiner aktiven Heere automatisch am Ende eines jeden Mondes die folgenden Informationen:

a) vom Standort des Heeres:
  • Geländeart
  • Art der Siedlung und Bauwerke
  • Zugehörigkeit zu einem Königreich
  • genaue Angaben über fremde Heere bzw. Fabelwesen
  • Besondere Vorkommnisse
b) für alle 6 benachbarten Gemarken (1-GF-Bereich) durch die in der Phase E  der Heeresbefehle automatisch ausgesandten Aufklärer die folgenden Angaben:
  • Geländeart
  • Art der Siedlungen
  • geschätzte Angaben über fremde Heere und Fabelwesen
  • eventuell weitere Angaben
c) für die diesen Gemarken wiederum benachbarten Gemarken (2-GF-Bereich) durch die in der Phase E der Heeresbefehle automatisch ausgesandten Erkunder Angaben über die Geländearten der Gemarken (diese werden vom Segmentleiter in die "Erkundungskarte" eingetragen).

Bei Heeren, die aus weniger als 500 Soldaten (5 Schiffen) bestehen, oder aufgrund Schwierigen Geländes, kann die Erkundung eingeschränkt sein.

Um zu verhindern, daß Heere in unbekanntes Gelände marschieren oder fahren und dann unter Umständen abstürzen, ertrinken, zerschellen, usw., sollte der Herrscher zunächst das Gelände auf dem beabsichtigten Zugweg eines Heeres durch Erkunder (Ausnutzung des 2-GF-Bereiches) in Erfahrung zu bringen suchen.


Kampf zwischen Heeren

Wenn sich Heere verschiedener, nicht befreundeter, Königreiche nach ihrer vollständigen Bewegung auf derselben Gemark befinden, kommt es stets zu einem Kampf, der nach der Phase B der Heeresbefehle ausgetragen wird.

Während die Reihenfolge der kämpfenden Königreiche zufällig festgelegt wird, kämpfen die Heere eines Königreiches immer nach der aufsteigenden Heeresnummer; das Heer mit der kleinsten Nummer zuerst und das Heer mit der größten Nummer zuletzt.

Jedes Heer kann in jedem Mond nur 1 Kampf austragen! Dies bedeutet, daß es unter Umständen trotz des Vorliegens der Kampfbedingungen zwischen bestimmten Heeren nicht zum Kampf kommt!

Befinden sich in einem Heer verschiedene Rüstgüter, und es kommt zu einem Kampf, so wirken sich diese, gemäß der jeweiligen Anteile am Gesamtheer, auf das Kampfergebnis aus.

Alle Kämpfe werden vom Segmentleiter nach einer geheimen Kampftabelle ausgetragen, in der die Stärke der Heere, die Art des Geländes und der Bauwerke und das Besitzverhältnis des Kampfschauplatzes berücksichtigt werden.

Partisanenkämpfe zwischen einem Landheer und Milizen werden im Sinne dieser Regelung nicht als Kampf zwischen Heeren betrachtet.

Manchmal bleiben nach einem Kampf noch Gerätschaften und andere Ressourcen unversehrt auf dem Schlachtfeld zurück. Diese werden dann vom siegreichen Heer automatisch aufgenommen.


Die Vergrößerung des Reichsgebietes

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine Gemark dem eigenen Königreich hinzuzufügen:

a) mit der Hilfe eines Heeres (Okkupation, Einnahme)

Mit dem Heeresbefehl Gemark einnehmen kann eine Gemark erobert werden, die zu keinem Königreich zugehört und auf der sich keine Siedlung befindet.
Bei der Einnahme kommt es zwar nicht zum Kampf gegen die Milizen der Gemark, doch die Einnahme mißlingt, wenn das Heer nicht deutlich stärker ist als die Milizen, die sich in dieser Gemark aufhalten.

Nach der Einnahme der ersten Gemark kann sich das Heer gleichzeitig auch noch einmal fortbewegen (also insgesamt maximal 2 Gemarken in diesem Mond zurücklegen).

Die Einnahme einer Gemark wird ohne Rücksichten durchgeführt; eventuell vorhandene Schätze oder Gegenstände in dieser Gemark werden zerstört, so daß sie nicht mehr nutzbar oder vorhanden sind, die Einwohner werden vertrieben; der Steuersatz dieser Gemark wird auf 10% festgesetzt.

Mit dem Heeresbefehl Gemark okkupieren hingegen kann jede Gemark erobert werden (eine Gemark, die zu einem fremden Königreich zugehört, jedoch nur, wenn der Diplomatiestatus zu diesem Königreich das auch zuläßt!).

Vor einer Okkupation kann es zu einem Kampf gegen die Milizen dieser Gemark kommen. Ein solcher Kampf findet immer in der Form eines Partisanenkampfes statt, so daß die Kampfkraft der Milizen unter Umständen deutlich höher ist, als es ihrer Anzahl entsprechen würde.

Bei der Okkupation einer Gemark muß sich das Heer zum Beginn des Mondes in der betreffenden Gemark aufhalten und kann sich in diesem Mond nicht fortbewegen; der Steuersatz dieser Gemark wird auf 10% festgesetzt.

Es kann vorkommen, daß eine Gemark nicht erobert werden kann oder das eingesetzte Heer, wenn es z.B. zu klein war, vernichtet wird.
Eine Eroberung kann ferner mißlingen, wenn auch andere Heere in demselben Mond eine Eroberung durchführen. Die Reihenfolge aller Eroberungen ist in diesem Fall zufällig und kann nicht beeinflußt werden.
Das Besitzverhältnis einer Gemark wird daher erst gegen Ende eines Mondes festgestellt.

Es gehören in jedem Fall nur die Gemarken und Siedlungen zum eigenen Königreich, die der Segmentleiter als zugehörig angegeben hat!

b) ohne Hilfe eines Heeres (Kolonisation, Beeinflussung)

Mit dem Gemarkenbefehl Gemark kolonisieren versucht die Hälfte der Einwohner einer Gemark eine Nachbargemark, die zu keinem Königreich zugehört und in der sich keine Siedlung befindet und die nicht mehr als 2 Höhenstufen über oder unter der Startgemark liegt, zu kolonisieren.
Hierbei kann es zu einem Kampf gegen Einwohner und Teile der Milizen dieser Gemark kommen, die im Erfolgsfall vertrieben werden; der Steuersatz dieser Gemark wird auf 10% festgesetzt.

Mit dem Gemarkenbefehl Gemark beeinflussen versuchen die Bewohner einer Gemark, die Bewohner einer Nachbargemark zu überzeugen, dem eigenen Königreich beizutreten (eine Gemark, die zu einem fremden Königreich zugehört, jedoch nur, wenn der Diplomatiestatus zu diesem Königreich das auch zuläßt!).
Hierzu werden Geschenke und Vergünstigungen aufgewendet (ausgedrückt in einer Menge von Goldsternen), und die Reputation des beeinflussenden Königreiches spielt eine große Rolle (Steuersatz, Gesundheitsvorsorge, etc.).

Bei einem Erfolg tritt die Nachbargemark dem eigenen Königreich bei, ohne daß sich die Einwohner- oder Milizenzahl dieser Gemark verringert; doch der Steuersatz dieser Gemark wird auf 1% festgesetzt.

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